Autohersteller kämpfen mit EU-Vorgaben

Nur vier Autohersteller – Renault, Toyota, PSA Peugeot Citroen und Fiat – sind derzeit auf dem Weg, das EU-Ziel für CO2-Emissionen von 95 g pro km in 2020 zu erreichen. Dies zeigt eine Analyse von PA Consulting Group zum Leistungsvergleich von Fahrzeugflotten gegenüber den CO2-Zielen für 2015 und 2020. Die Analyse offenbart, dass VW, BMW und Daimler das Ziel für 2020 kaum erreichen können. Dies erschwert die unvollendeten Verhandlungen von EU, Regierungen und Herstellern, um das entsprechende Ziel für 2020 endgültig festzulegen.
Das aktuelle  Ranking von PA prognostiziert bis 2020 die Leistung von Autoherstellern gegenüber dem allgemeinen CO2-Ziel und den herstellerspezifischen Grenzwerten: Die meisten Fahrzeugbauer – vor allem deutsche Premiummarken – werden ihre Grenzwerte in 2020 nicht erreichen können.
Auch wenn für Autohersteller in der EU ‚Super Credits‘ für Elektroautos, Hybrid- und Plug-in Hybrid-Fahrzeuge diskutiert werden, werden laut PA Analyse BMW, Daimler und VW ihr flottenspezifisches Ziel für CO2-Emissionen 2020 nicht erreichen. Zwar ist die zunehmende Nutzung von Elektroautos erfolgskritisch für die Emissionsziele, aber bisherige Verkaufszahlen fordern mehr Aktion, um dies zur attraktiveren Option zu machen.
Thomas Göttle, Automobilexperte bei PA Consulting Group, sagte dazu auf Anfrage: „Wenn EU und Regierungen diese Emissionsreduzierung fordern, müssen sie mehr Anreize für E-Fahrzeuge setzen – und die Hersteller müssen das technische Problem der Reichweite adressieren. Die EU könnte den Wert der ‚Super Credits‘ vervielfachen – aber die bessere und realistischere Lösung wäre erneut eine schrittweise Annäherung an das CO2-Ziel von 2020, wie schon bei der Emissionsreduzierung bis 2015. Dies könnte den Autoherstellern Zeit bis 2023 geben, bevor 100 Prozent der Fahrzeugflotten den Grenzwert von 95 g CO2 pro km erreichen – nach einem Start mit 70 Prozent der Flotte in 2020.“

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