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Autos werden zum bloßen Tool für Mobilität

Es besteht schon länger der Verdacht, dass jüngere Menschen weniger am eigenen Auto interessiert sind als früher. Sven Beiker, Managing Director Silicon Valley Mobility, präsentierte auf dem vergangenen CTI Symposium zur Antriebsstrangentwicklung in Berlin eine Studie, der zufolge seit Mitte der 1990er die zurückgelegten Strecken in den USA nicht mehr linear mit dem steigenden Bruttoinlandsprodukt ansteigen. Auch machten junge Menschen im Alter zwischen 20 und 24 Jahren 2014 nur zu 77 Prozent einen Führerschein, während es 1983 noch 92 Prozent waren. Er interviewte Studenten der Stanford University, um zu erfahren, was junge Menschen heute vom Auto erwarten. Überraschend: Fahrzeuge dürfen auch heute noch „emotional“ sein: Manchem geht es um den Fahrspaß selbst, andere können auch dem Autonomen Fahren etwas Emotionales abgewinnen, weil es Zeit für andere Beschäftigungen schafft. Bei Elektroautos erwarten die Studenten allesamt eine ausreichende Reichweite. Ob eigenes Auto oder Car- oder Ride-Sharing, hängt für die Befragten von der Anwendung ab. Bei zunehmendem Sharing sieht Beiker die Möglichkeit, Fahrzeuge zu vereinfachen und um etwa 35 Prozent günstiger zu machen. Individualisierung könnte dann zum Beispiel durch personalisiertes Infotainment erfolgen. Welchen Antrieb ein Fahrzeug hat, ist den meisten egal – wichtig sind Reichweite, Zuverlässigkeit, Nutzerfreundlichkeit und leichte Bedienbarkeit. Vielleicht auch überraschend: „Nachhaltigkeit“ wurde von den Befragten so gut wie überhaupt nicht thematisiert, für sie ist das Auto vor allem ein Mobilitäts-Tool.

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