Creo 3.0 begeistert mit neuen Funktionen

Auf der vergangenen Konferenz PTC Live Global präsentiert die Parametric Technology Corporation mit Sitz in Needham im US-amerikanischen Bundesstaat Massachussets offiziell Creo 3.0 vorgestellt. Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Version ist die sogenannte Unite-Technologie, die die Einsatzmöglichkeiten von CAD-Dateien aus unterschiedlichen Systemen in Creo signifikant erweitert. Darüber hinaus weiß das neue Release unter anderem durch zusätzliche Konzeptionswerkzeuge zu überzeugen. 
Die Unite-Technologie erlaubt es, dass CAD-Geometrien unterschiedlicher Formate wie Catia V5 oder SolidWorks direkt in den Apps PTC Creo Parametric, Creo Direct, Creo Simulate sowie Creo Options Modeler verwendet werden können. Der Konversionsprozess kann also zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt, zum Beispiel auch nur bei bestimmten Baugruppen, die dann in das Creo-Format selektiv übergeführt werden. Das Datenmanagement wird (auch von den Fremdformaten) von Windchill (ab Version 10.2) durchgeführt. 
Die neuen und erweiterten Konzeptionswerkzeuge in Creo 3.0 geben den Entwicklungsteams die notwendige Flexibilität und die Kontrollmöglichkeiten, um qualitativ hochwertigere Produkte zu entwickeln.
Zu den weiteren Besonderenheit von Creo 3.0 gehören

  • Funktionen von Align Freestyle (Teil von Creo Parametric), die die parametrische Erstellung und Verwendung von Freiformflächen unterstützen
  • höhere Skalierbarkeit und leistungsfähigere Tools in Creo Layout, um die 2D-Konzeptionserstellung nahtlos in der parametrischen 3D-Umgebung weiter zu verwenden
  • Creo Design Exploration Extension (kostenpflichtig) stellt eine spezielle Review-Umgebung zur Verfügung, in der das Auspropieren von Alternativen nachvollziehbar dokumentiert wird. Das Management der Varianten findet direkt in Creo statt, es ist also kein Windchill notwendig.

Der Anwender kann also sein Modell aus dem PLM-System auschecken und neue Varianten ausprobieren, die so übersichtlich verwaltet werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, MathCAD-Berechnungstabellen in eine Creo-Datei zu integrieren. Bemerkenswert ist auch, dass gerenderte 3D-Modelle in realistische 3D-Umgebungen eingefügt werden. Die dafür notwendige Berechnung findet auf der GPU statt.
Die erste Version von Creo 3.0 (F000) wird ab Mitte Juli ausgeliefert (SolidWorks, Catia V5, NX und Inventor Import, Collaboration Extensions for SolidWorks, Catia V5 und NX). Anfang Oktober wird dann die M010-Version mit Solid Edge Import und der neuen Creo Mold Analysis Extension verfügbar sein.

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