Das Morgen schon heute erleben

Mit „Next26“ feierte Eplan in diesem Jahr ein innovativen Festivalformat für Visionäre, Entscheidungsträger und Open Minds aus Industrie, Forschung und Entwicklung. Unter dem Motto „Where Industry meets tomorrow“ kamen am 20. und 21. Mai 2026 im Cavalluna Park nahe der Münchner Allianz Arena eine internationale Community von über 1 200 Besuchern zusammen. Komponentenhersteller, Maschinenbauer, Elektrotechnikausrüster, Anlagenbetreiber und andere Experten wollte die Zukunft der industriellen Automation und des Engineerings erleben.

MÜNCHEN, Ende Mai (bv). Das zweitägige Event war weit mehr als das, was man von einem ganz normalen Anwendertreffen her kennt: Die Veranstaltung schlug den Bogen von inhaltsreichen Keynotes über ein Future Lab, das seinen Namen verdiente, Master Classes fürs Eingemachte und Live‑Demos mit interaktiven Erlebnisgarantie bis hin Live Music auf einer großen Bühne im Freigelände. Jan Fleming, Vice President Customer Journey bei Eplan, machte mit seinem Blick hinter die Kulissen bereits im Vorfeld der Veranstaltung neugierig: „Eplan Next26 soll nicht nur einfach ein Event sein – es soll ein Erlebnis werden.“
Und recht hat er gehabt. Der Pferde-Erlebnis-Park Cavalluna Park mit seinem weitläufigen Freigelände und großem Showpalast mit bis zu 1 700 Sitzplätzen (diesmal als Bühne für Keynotes und Diskussionsrunden), Reithalle (Partnerpavillon) beziehungsweise Pferdestall (Future Lab) eignete sich trefflich für die Demonstration aktueller Digitalisierungskünste.

2027 ante portas

Zu den inhaltlichen Highlights zählte die Vorstellung der Eplan Plattform 2027. Im Rahmen eines Beta-Testprogramms können Anwender den neuen Jahrgang erproben. Eplan verspricht, dass das neue Release nochmals mehr Nutzen unter anderem durch neue Funktionen bietet, weil es den Elektrokonstrukteur schneller zum Ziel führt. Das geschieht entlang einer sehr strukturierten Vorgehensweise bei den Prozessabschnitten Vorplanung, Elektroprojektierung und Schaltschrankplanung. Highlight der neuen Version, die ab kommenden September verfügbar sein wird, ist die Integration von Eplan Copilot. Der Assistent verbindet kontextrelevantes Engineering‑Know‑how, Plattformfunktionen und konkrete Aufgaben zu einem zielführenden Chat.
Der als „Co‑Thinking“ konzipierte Partner unterstützt, führt und befähigt – ohne freilich dem Ingenieur Entscheidungen abzunehmen. Ein Beispiel für den Nutzen ist der sogenannte Artikelverwendungsnachweis. Möchte ein Konstrukteur wissen, in welchen Projekten er eine Komponente verwendet hat, braucht er nur die Artikelnummer eingeben. Die KI durchsucht cloudbasiert Projekte und gibt direkte Links zu den Projektseiten, auf denen die Artikel verwendet werden.

Teileverfügbarkeit per Mausklick

Auf der Eplan Next26 feierte zudem eine neue Software in Deutschland Premiere: Eplan Smart Sourcing. Die Software ermöglicht insbesondere Schaltschrankbauern und Systemintegratoren, ihre Planungsarbeiten deutlich zu verkürzen. Denn mit dem Tool wird bereits in der Konstruktion offensichtlich, an welchen Stellen und wie schnell Teile benötigt werden beziehungsweise beschafft werden müssen. Auch Distributoren profitieren von der engeren Verzahnung zwischen Engineering und Beschaffung und nicht zuletzt einem direkteren Marktzugang.
Wenn Konstrukteure den Lagerbestand von Lieferanten für benötigte Teile oder deren Lieferzeit kennen, können sie ihre Planung entsprechend anpassen. Plant ein Elektrokonstrukteur ein neues Projekt, so nutzt er häufig Vorlagen aus einem früheren Auftrag. Damit aber der Prozess der Bestellung von Komponenten nicht Stillstand kommt, kann er mit Eplan Smart Sourcing bereits in der Elektroplanung die Verfügbarkeit von Artikeln prüfen. Basis dafür ist eine Kopplung der Software mit den Systemen von Herstellern und Distributoren (wie Onlineshops), die direkten Zugriff auf logistische Informationen bieten. Tabellarisch wird dem Anwender bei Anfrage per Ampelsystem die Verfügbarkeit sowie die Lieferzeit der Artikel seiner präferierten Lieferanten angezeigt.
In der Projektabwicklung kann der Anwender direkt qualifizierte Stücklisten erstellen – solche also, die nur verfügbare Teile enthalten. Das macht nachgelagerte Prozesse einfacher, kann doch der Einkauf die Bestellung beim Lieferanten ohne weitere Abstimmungsschleifen abschließen.
Übrigens profitiert auch der Einkauf des Anwenderunternehmens von einem optimierten Bestellprozess, denn die einfache Prüfung, ob die verwendeten Teile noch hergestellt werden und verfügbar sind, hat ja bereits vorab stattgefunden. Zudem kann der Einkauf auf Wunsch die Stückliste oder ausgewählte Artikel einfach in Eplan Smart Sourcing auswählen, an den Onlineshop ausgewählter Lieferanten übertragen und dort effizient den Bestellprozess auslösen.
Das Unternehmen Alexander Bürkle, im Partnerpavillion von Eplan Next26 mit einem Stand vertreten, hat die Vorteile des direkten Zugangs zum Kunden früh erkannt. Sascha Liese, Geschäftsführer Smart Industries von Alexander Bürkle, lies sich wie folgt zitieren: „Eplan Smart Sourcing ist der perfekte nächste Schritt: Es fügt sich nahtlos in unser Lösungsangebot ein und ermöglicht eine intelligentere, wirtschaftlichere und zukunftsorientierte Zusammenarbeit zwischen Engineering- und Beschaffungsprozessen.“

Mehr zum Event lesen Sie in der kommenden Ausgabe 2/2026 von d1g1tal AGENDA Magazin.

 

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