Der Mensch: Innovator und Fehlerquelle zugleich

Am 5. und 6. März 2012 findet in Antwerpen zum 8. Mal die Process Management Academy (PMA) statt, ausgerichtet von ARC Advisory Group. Dieses Jahr lautet das Thema „Excellence in Safety and Sustainability”. Aufgrund des Vorjahreserfolgs baut ARC in diesem Jahr den Workshop-Charakter weiter aus und verbindet so technische Diskussionen mit den Herausforderungen, die sich beim Management in der Prozessindustrie stellen.

Die PMA wird von vier Workshops begleitet:

  • Cyber Security and Functional Safety
  • Excellence in Process Safety
  • Energy Efficiency
  • Best Practices in Supply Chain Integrity and Brand Protection.

Cyber Security war bereits im letzten Jahr ein Thema, das angeregt diskutiert wurde, nachdem Mikko Hypponen von F-Secure Details und Auswirkungen von Stuxnet präsentierte.

Eine weitere Herausforderung, der viele Firmen gegenüberstehen ist Supply Chain Integrity und Brand Protection. Durch immer flachere Wertschöpfungsketten steigt die Zahl an Zulieferbetrieben. Mehr Informationen werden ausgetauscht und Outsourcing erreicht eine neue Dimension. Gefälschte Produkte gibt es bei weitem nicht mehr nur im Bereich Textilien und Pharmazie, sondern das Problem erreicht längst auch andere Branchen. Stefan Zimmermann von Atos wird zusammen mit Valentijn de Leeuw von ARC einen Workshop zu dem Thema veranstalten.

Die im Workshop zu Process Safety aufgegriffenen Problemstellungen werden bereits im achten Jahr im Rahmen der PMA aktuell diskutiert. Dieses Jahr nehmen EEMUA, Total Petrochemicals Research Feluy und iBanx HSE am Workshop teil. Unter anderem wird Andrew Lichnowski von EEMUA seine Erfahrungen über Untersuchungen der Buncefield Explosion teilen. Lichnowski gibt am zweiten Tag auch einen detaillierten Einblick in die Explosion, die sich in dem casino online uk britischen Öllager ereignet hat. Der Workshop von ARC geht dabei nicht nur auf technische Aspekte ein, sondern betrachtet insbesondere auch die Fehlerquelle Mensch.

Seit 2008 nimmt das Thema Energy Efficiency nun auf der PMA einen festen Platz ein, ausgelöst von dem damaligen Preisanstieg bei Rohstoffen. In den letzten vier Jahren sammelten viele Firmen Erfahrungen, die Gegenstand des Workshops sind. Die Thematik spannt dabei den Bogen von Datensammlung (präsentiert von Phoenix Contact), zu Simulation (präsentiert casino in australia von Inosim), bis hin zu den Praxiserfahrungen eines ganzheitlichen Ansatzes von Clariant.

Die Präsentation am zweiten Tag haben Excellence in Safety and Sustainability als Leitmotiv. Unter anderem werden B&R, Siemens, BT Advise, HIMA, die TU Dortmund, Yokogawa und Contec ihre Ansätze präsentieren. „Mehr als 30 Prozent der PMA-Teilnehmer sind Anwender”, sagt Uwe Grundmann, GM European Operations bei ARC. „Das liegt daran, dass wir einen klaren Schwerpunkt auf die Anforderungen und Herausforderungen in der Prozessindustrie legen und auf eine hohe Qualität der Vorträge achten“. Dieses Jahr wird beispielsweise Wim van Meijeren (NAM) die Automatisierung des Gasfelds Groningen vorstellen, die vollständig erneuert wurde. Herbert Maier von Clariant präsentiert den ganzheitlichen Ansatz von Clariant, der es dem Unternehmen ermöglichte, von 2005 bis 2010 den Energiebedarf pro produzierter Tonne um rund 25 Prozent zu reduzieren. Ruben Gil, Director, Sales Operations & Business Consulting, EMEA, AspenTech Europe, kommentierte: „Die Präsentationen bei dieser Veranstaltung gaben den Unternehmen Auftrieb und bestärkten sie darin, gemeinsam an dem Einsatz von modernen Produktionsstrategien und -systemen zu arbeiten, um neuartige Wettbewerbsvorteile zu erzielen.“

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 2/2012 von digitalPLANT, dem Heft im Heft von ECONOMIC ENGINEERING, ein Interview mit Uwe Grundmann zu aktuellen Entwicklungen bei den hier angesprochenen Themen. 

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