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Festo und Fraunhofer IPA sind Preisträger des Deutschen Zukunftspreises

BERLIN, Anfang Dezember. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung zeichnete Bundespräsident Christian Wulff am Abend des 1. Dezembers 2010 Peter Post und Markus Fischer von Festo sowie Andrzej Grzesiak vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) mit dem mit 250.000 Euro dotierten Deutschen Zukunftspreis 2010 aus. Das Entwicklungsteam entwickelte im Rahmen des Festo Bionic Learning Network einen sogenannten bionischen Handling-Assistenten, ein flexibles Assistenzsystem nach Vorbild eines Elefantenrüssels. Der bionische Handling-Assistent ist ein leichtes, frei bewegliches „Dritte-Hand“-System, das aufgrund seiner strukturellen Nachgiebigkeit auch bei direktem Kontakt zwischen Maschine und Mensch keine Gefahren mehr birgt. „Bei diesem Projekt hat uns der Elefantenrüssel fasziniert. Dieser hat über 40.000 einzelne Muskelfasern und kann sich in jede Richtung frei bewegen. Das hat uns zu einem Handhabungssystem inspiriert, das viel weiter geht als das, was bisher in der Industrieautomatisierung vorhanden war“, erklärt Markus Fischer, Leiter Corporate Design bei Festo. Fischer etablierte 2006 das Bionic Learning Network, in dem Unternehmen und kasyno poland Hochschulen gemeinsam technische Konzepte nach dem Vorbild der Natur realisieren.
Als Projekttreiber des Assistenten holte sich Festo Rat beim Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart. Das Produkt-Design steurte Festo, das Design for Additive Manufacturing das IPA bei. Durch die Nutzung bionischer Strukturen sowie den Einsatz der Mechatronik und Additiver Fertigungstechnologie haben beide Organisationen eine Basistechnologie geschaffen, die nicht nur die Automatisierungswelt erheblich beeinflussen dürfte. Mit dem Deutschen Zukunftspreis, dem Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, werden seit 1997 jährlich Forscher und Entwickler ausgezeichnet.

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