Caspar_David_Friedrich_-_Wanderer_above_the_sea_of_fogWanderer über dem Nebelmeer ist ein um 1818 entstandenes Gemälde von Caspar David Friedrich.

Allein auf weiter Flur

Wird der Mensch durch die Digitale Transformation abgehängt? Oder bleibt er auch weiterhin seines Glückes Schmied? In jedem Fall gilt: Den Willgen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es dahin1.

Die neue Podcast-Reihe d1g1tal HUMAN geht dem Wesen von Ingenieuren und Technikaffinen im Zeitalter von künstlicher Intelligenz und autonomen Geschäftsprozessen auf den Grund.

Roboter bauen unsere Autos, automatisierte Logistik versendet unsere Päckchen, künstliche Intelligenz erkennt uns und sortiert unsere Fotos, smarte Verträge sorgen für den stressfreien Einkauf und Blockchain erstellt selbsttätig unsere Bilanzen – so oder so ähnlich könnte (und wird vermutlich auch) die Zukunft aussehen. Aber fehlt da nicht irgendwas? Was passiert eigentlich mit uns Menschen, wenn das D1g1tale viele unserer bisherigen Aufgaben übernimmt? Stimmt es wirklich, dass sich dann noch genug neue Arbeitsplätze finden lassen? Oder müssen wir nicht doch über neue Gesellschaftsmodelle nachdenken, um jenen eine Bleibe zu sichern, die hinten herunter gefallen sind? Wie gestalten wir unsere dann möglicherweise nahezu unendlich lang erscheinende Freizeit?

Keine Frage, es menschelt in der Digitalisierung2. Nicht nur die genannten Fragen beschäftigen rund um den Globus bereits heute Vordenker, Wissenschaftler, Praktiker, Pragmatiker, Optimisten und Skeptiker gleichermaßen. Und wirklich verbindliche Antworten kann heute noch keiner geben. Aber darüber diskutieren und Meinungen austauschen hilft, das, was auf uns zukommt besser zu verstehen. Und d1g1tal AGENDA steigt ein in diesen Diskurs. Mit Podcasts von d1g1tal HUMAN wollen wir dem Menschsein im sich expandierenden Universum der Digitalisierung auf den Grund gehen.

Harmonie und Streit tête-à-tête

Dabei wollen wir bewusst kontroverse Debatten zulassen. Denn so sehr Digitalisierung am Anfang und Ende nur aus Nullen und Einsen zu bestehen scheint, so sehr steht das Menschliche und seine Empatie dazwischen – auch bei Ingenieuren. Angefangen bei den Generationen Y und Z, die stärker nach dem Sinn des Lebens suchen und weniger in den schier unendlichen Möglichkeiten der Moderne davon finden, als alle ihre Generationen davor. Oder die Generation X, die zwar mit der Digitalisierung aufgewachsen ist, aber die Angst vor deren Auswirkungen hat und das Risiko scheut, sie wahrhaft zu verinnerlichen.

Bis hin zu den Generationen davor, die noch viel mehr im prozessualen  und damit im traditionellen Denken verankert sind, gleichzeitig aber merken, dass es Entwicklungen gibt, die sie nicht mehr verstehen oder gar steuern können und nun nach dem richtigen Weg suchen. Sie alle eint der Wunsch nach Klarheit, nach Wegweisern oder nach der Sicherheit bei Entscheidungen. Das alles können und wollen wir freilich nicht bieten, aber wir wollen in den Gesprächen für d1g1tal HUMAN persönliche Einschätzungen abfragen, Expertenwissen nutzbar machen und so Vorschläge für eine mögliche Heimat in der schönen neuen Welt der Digitalisierung machen.

Wir melden uns zu Wort bei der immer lauter werdende Diskussion um Wertvorstellungen und was dies für den Einzelnen bedeutet. Uns geht es aber nicht um die Stellvertreter einer Unternehmenskultur, die vom Marketing in den Schaufenstern auf den Internetseiten zur Schau gestellt werden, sondern um die Wunschvorstellungen, Ziele und Sehnsüchte, die tatsächlich die Unternehmen, Organisationen und die Menschen umtreiben – Aspekte, wie sie nur das persönliche Gespräch zutage bringt.

Wir wollen dem auf die Spur kommen, welche Bedeutung dem Menschen im modernen Wirtschaftsleben inklusive Work-Life-Balance durch die Digitalisierung und Technologie tatsächlich noch eingeräumt wird. Denn wir alle wissen, wer mit 50 seinen zuvor gut dotierten Job verliert, ist bis auf wenige Ausnahmen praktisch zu ähnlichen Konditionen nicht mehr vermittelbar.

Der inneren Stimme des digitalen Schatten Gehör verleihen

d1g1tal HUMAN versteht sich als Ergänzung zur d1g1tal AGENDA und gleichzeitig als dessen audibler digitaler Zwilling. Wo bei d1g1tal AGENDA Technologien und Entreprenuership im Vordergrund stehen, ist es bei d1g1tal HUMAN der Mensch, ganz im Sinne einer Business-Romantik (mehr in d1g1tal AGENDA 4/2018). Wird bei d1g1tal AGENDA die Organisation erkundet, ist es bei d1g1tal HUMAN die Person. Werden bei d1g1tal AGENDA Optimierungsvorschläge für End-to-End-Prozesse unterbreitet, steht bei d1g1tal HUMAN die Rolle, Aufgabe und Wille zur Gestaltung des Einzelnen im Mittelpunkt. Auf diese Weise ergänzen sich beide Medien und sind doch gleichzeitig eigenständig. Wir hoffen, dass Sie an beiden Ihre Freude haben!

1) Watzlawick, P., „Anleitung zum Unglücklichsein“, Piper, 1983, München

2)  d1g1tal AGENDA 3/2018, Seite 102 ff., Baden-Baden

 

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