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Karlsruhe, Aachen und Ingolstadt: Das sind die Tech-Zentren der Zukunft

Die deutsche Industrielandschaft wird traditionell von Technologieunternehmen geprägt. Aber wo befinden sich die Tech-Zentren des Landes außerhalb der wachsenden Großstädte? Dieser Frage ist die Jobplattform Joblift nachgegangen und untersuchte alle 17 Millionen Stellenanzeigen der letzten zwei Jahre. Zur Bewertung wurden verschiedene Kriterien herangezogen, darunter das Stellenwachstum der Technologiebranche und der Anteil von Ausschreibungen technischer Jobprofile, wie IT-Experten oder Ingenieursberufe, an den gesamten Inseraten eines Standorts. Diese Analyse ergab eine Liste von zehn mittelgroßen Städten mit beträchtlichem Potential für den Technologiestandort Deutschland, allen voran Karlsruhe, Aachen und Ingolstadt. Außerdem fand Joblift heraus, dass exzellente technische Universitäten und Lehrangebote in Entrepreneurship die Ansiedlung von Tech-Unternehmen zu begünstigen scheinen.



In diesen zehn Städten mit weniger als 500.000 Einwohnern boomt die Tech-Branche Neben den Metropolen bieten auch mittelgroße und kleine Städte in Deutschland viele Vorteile für Technologieunternehmen, wie beispielsweise einen leichteren Zugang zu technisch gut ausgebildeten Absolventen. Um das Potential von solchen Standorten zu bewerten, zog Joblift mehrere Faktoren heran – die Anzahl an Ausschreibungen für Tech-Stellen, ihr Wachstum über die letzten 24 Monate und ihr prozentualer Anteil an allen Inseraten des Standorts. Auf Grundlage dieser drei Kriterien und der Qualität der technischen Lehre vor Ort positionieren sich zehn Städte mit weniger als 500.000 Einwohnern als Deutschlands High-Tech-Standorte der Zukunft.

Neun der zehn am stärksten wachsenden Tech-Zentren sind keine Großstädte

Außerhalb der Großstädte scheinen in Deutschland regelrechte Technologiezentren zu entstehen: Neun der zehn am stärksten wachsenden Technologiestandorte in Deutschland haben weniger als 500.000 Einwohner, nur Dresden mit rund 535.000 Einwohnern landet auf dem zweiten Platz. Allerdings scheint ansonsten vor allem Süddeutschland von diesem Wachstum zu profitieren, denn sechs der zehn High-Tech-Städte liegen in Baden-Württemberg oder Bayern. Einzig die thüringische Stadt Jena vertritt die neuen Bundesländer im Ranking und gehört neben Erlangen mit nur rund 100.000 Einwohnern gleichzeitig zu den kleinsten Technologiestandorten. Während Erlangen aber vor allem vom nahegelegenen Nürnberg profitieren dürfte, positionierte sich Jena im vergangenen Jahr mit mehr als 50 % Zuwachs im Vergleich zu 2016 als die am viertstärksten wachsende Stadt im Tech-Bereich.



Technologiestandorte korrelieren eindeutig mit exzellenter Tech-Lehre

Warum aber siedeln sich Hightech-Unternehmen in genau diesen Städten an? Neben steigenden Mieten und Grundstückpreisen in allen deutschen Großstädten dürfte ein weiterer Grund immer wichtiger für die Standortwahl werden: Der zunehmende Kampf um begehrte Fachkräfte. Die lokale Nähe zu Universitäten mit hoher technischer Lehrqualität bietet im besten Fall Zugang zu einem großen Angebot an hochqualifizierten Absolventen – in sechs der zehn Tech-Zentren aus dem Joblift-Ranking steht auch eine der 500 besten Universitäten weltweit in der Kategorie Engineering and Technology. Des Weiteren gehen aus Universitäten mit entsprechend fördernden Lehrangeboten, wie Professuren für Entrepreneurship, oft Ausgründungen und Start-ups hervor, deren Gründer sich häufig noch während ihres Studiums oder kurz danach für einen Unternehmensstandort in der Nähe ihrer Alma Mater entscheiden. So belegen beispielsweise die drei meistausschreibenden Tech-Städte Karlsruhe, Mannheim und Bonn auch die Plätze eins bis drei der Städte unter 500.000 Einwohner mit den meisten offenen Stellen in Start-ups.

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