Aufmacherbild: Siemens treibt Skalierung generativer KI mit Siemens Industrial Copilot voran (Bild: Siemens)
Eingeschränkte Verfügbarkeit von Wissensträgern und Know-how-Verlust durch Abwanderung oder Renteneintritt führen zu Produktivitätsverlust und Qualitätsrisiken. Smart Industrial Agents von AgentLink verknüpfen kritisches Erfahrungswissen mit innovativen KI-Ansätzen. AgentLink kommt dort weiter, wo traditionelle Ansätze auf Basis regelbasierter Steuerungen und einfacher KI scheitern.
Im Grunde genommen beherrschen die Regeln der Marktwirtschaft auch den Shopfloor. Dazu gehören zum Beispiel das Spannungsfeld von Angebot und Nachfrage zur Preisfindung und die Entscheidungsfreiheit beim Abwägen von Argumenten. Unter dem Einfluss künstlicher Intelligenz bleibt das zunächst auch einmal so. Ändern tut sich insofern dann doch etwas, als die Aufwände für die eigene KI-Befähigung bei den Investitionen on top draufgeschlagen werden müssen. Ein Stück weit relativiert sich das allerdings wieder, weil KI – und, damit verbunden, ein dediziertes Prozessdesign – mit der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens einhergeht.
Mit der Geschäftsidee, über sogenannte Industrial Agents komplexe Maschinen, Prozesse und die Produktion insgesamt zu steuern, zu optimieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, wurde „AgentLink“ ins Leben gerufen. Die von AgentLink kreierten KI-Agenten sind derart konzipiert, dass sie eigenständig fundierte Entscheidungen treffen können. Denn sie verknüpfen alle verfügbaren Technologien zur Entscheidungsfindung und entscheiden dann, welche in welcher Situation am besten genutzt werden sollten. Darüber hinaus wird Expertenwissen im Dienste der bestmöglichen Ergebnisse einbezogen. Es geht also nicht um eine harte Make-or-buy-Entscheidung im Sinne von KI oder Mitarbeiter, sondern vielmehr eine nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stärker.

Florian Becker
Auch das Leistungsversprechen von AgentLink lässt aufhorchen: „Der Status quo in der Steuerung von Maschinen und Prozessen wird in Sachen Effizienz und Qualität übertroffen.“ Unternehmensgründer Florian Becker erklärt: „Gehen wir davon aus, es gäbe die beiden Fertigungsschritte Drehen und Fräsen. Es sind drei Drehmaschinen im Einsatz, die alle das gleiche Bauteil bearbeiten können. Eine davon ist älter als die beiden anderen und deshalb weniger effizient. Nach unserem marktwirtschaftlichen Ansatz liefern alle Drehmaschinen Angebote an die Fräsmaschine ab, zu welchen Preisen sie die Arbeitsschritte an die Fräsmaschine liefern können. Ganz klar, die ältere Maschine würde das teurere Angebot abliefern und wäre damit aus dem Rennen.“ Heute sei es allerdings eher so, so Florian Becker, dass der Meister die älteste Maschine am besten kennt oder am meisten schätzt und sie daher bevorzugen würde. Das Prinzip von AgentLink würde dieses unökonomische Handeln unterbinden, weil sich ja die Maschinen selbst vermarkten würden. „Allerdings ist mir bewusst, dass die meisten Unternehmen derzeit noch nicht so weit sind, diesen Ansatz umzusetzen.“ AgentLink legt damit Potenziale in der Fertigung offen, die zu messbaren Effizienzsteigerungen führen. Dies führe allerdings, so der Geschäftsführer weiter, eher langfristig zu Mehrwerten.
Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe 4/2025 von d1g1tal AGENDA Magazin.











