01_largeAlexander Gerfer, CTO der Würth Elektronik eiSos Gruppe (2. v. l.), diskutierte auf der DLD-Konferenz über die Zukunft von "Made in Germany" mit / Bildquelle: Würth Elektronik eiSos

“Made in Germany” braucht mehr Agilität

Alexander Gerfer, CTO der Würth Elektronik eiSos Gruppe, diskutierte im Rahmen der Zukunftskonferenz Digital Life Design (DLD) gemeinsam mit Hans J. Langer von der EOS Group und Stefan Vilsmeier von Brainlab über die Zukunft von „Made in Germany“. Die von Sebastian Kuss, EMH Partners, moderierte Runde schloss direkt an die programmatische Rede von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier an und wies auf Nachholbedarf bei Infrastruktur und Agilität hin. 

Alexander Gerfer und seine zwei Diskussionspartner vertraten die Gruppe der „Hidden Champions“, also jener mittelständischen Unternehmen in Deutschland, die mit Spitzenprodukten und innovativen Ansätzen überzeugen und damit ganz wesentlichen Anteil am Erfolg von „Made in Germany“ haben.

Bezug nehmend auf die Rede von Minister Altmaier kritisierte die Runde, dass das Thema Digitalisierung in Deutschland oft zu einseitig aus Sicht der Automobilkonzerne diskutiert würde. Die im Vergleich zu China geringen Investitionen in zukunftsweisende Digitalisierungsprojekte – beispielsweise in Smart Factories – seien auch in der geringen staatlichen Förderung und im fehlenden Highspeed-Internet sowie der lückenhaften Netzabdeckung begründet.

Die Vertreter von Würth Elektronik eiSos, Brainlab und EOS Group machten dann in der weiteren Diskussion deutlich, was Hidden Champions auszeichnet: Tatkraft, Ideen und die Fähigkeit zur Selbstkritik. So konstatierten sie, dass es im Mittelstand gelegentlich an „Hunger“ und der Fähigkeit „groß zu träumen“ fehle. Auch müsste künftig zu den Made-in-Germany-Erfolgsfaktoren Qualität und Zuverlässigkeit mehr „Agilität“ hinzukommen. Alexander Gerfer verwies hier auf die vielfältigen Aktivitäten der Würth Elektronik eiSos, mit denen in der eigenen Organisation das Out-of-the-box-Denken und im Umfeld des Unternehmens gezielt Aktivitäten von Start-ups gefördert werden.

Hubert Burda nennt Reinhold Würth als Vorbild

Der 3D-gedruckte Demonstrator eines Raketenantriebs wurde als sichtbares Beispiel für Innovation auf die Bühne geholt. Alexander Gerfer brachte das Gespräch dann aber wieder auf eine breitere Basis der industriellen Innovationen, für die Würth Elektronik eiSos ein Enabler ist. Als weniger spektakulär, aber gerade für künftige Hidden Champions extrem interessant nannte er Beispiele weiterer Innovationsfelder: Energieeffizienz, Materialforschung und Smart Farming. Hierbei werden mit fortschrittlicher LED-Technik, Sensorik, Robotik und intelligenter Steuerung auf kleineren Flächen, mit weniger Wasser und Chemie deutlich höhere Ernteerträge möglich.

Auch persönliche Statements flossen in die Diskussion ein. So verriet Alexander Gerfer, dass er selbst einmal mit einem Start-up gescheitert war und dass er damals einen Partner wie Würth Elektronik eiSos gebraucht hätte, der Entwicklern Bauteile für Prototypen auch in kleinen Mengen zur Verfügung stellt. Für ein ebenfalls sehr persönliches Schlusswort trat Hubert Burda an die Bühne und nannte Reinhold Würth als leuchtendes Beispiel für mutiges Unternehmertum.

DLD und Würth Elektronik eiSos: Zukunft fördern

Die Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG ist seit 2018 Partner der Konferenz Digital Life Design (DLD). Gemeinsames Ziel von Würth Elektronik eiSos und der „Zukunftswerkstatt“ DLD ist es, ein globales Konferenznetzwerk zum Thema Digitalisierung in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Bildung und Kultur zu etablieren und so den Meinungsaustausch zum Thema Digitale Zukunft mit Visionären sowie Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur zu fördern. Seit 2005 hat sich die DLD laut „The Economist“ zu einer der beiden wichtigsten Innovationskonferenzen in Europa entwickelt.

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