Mit 3D_Kernel_IO 2025 stellt CT CoreTechnologie ein neues High-Performance-SDK vor, das den Austausch von CAD-Daten zwischen unterschiedlichen Autorensystemen grundlegend vereinfacht. Die leistungsstarke Data-Exchange-Bibliothek basiert auf einem modernen Geometriekernel und bietet Unterstützung für 42 native sowie CAD-Standard- und VR-Formate.
Durch die Diskussion rund um den digitalen Zwilling als Grundlage neuer datengetriebener Geschäftsmodelle hat der Austausch von 3D-CAD-Daten erheblich an Bedeutung gewonnen. Viele Anbieter haben daher in ihre Applikationen Data Exchange Engines implementiert. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass beim Umgang mit CAD-/CAM-, CAE-und VR-Tools neben Standardaustauschformate wie STEP oder IGES vermehrt auch CAD-Nativformate wie CATIA V5 und V6, NX, Creo oder Solidworks verarbeitet werden sollten. Die Fähigkeit, Nativdaten direkt einzulesen und wieder herausschreiben zu können, war jedoch nicht ohne weiteres möglich.
Daher verdient der CAD-Data-Exchange-Bibliothek 3D_Kernel_IO des deutsch-französischen Softwarehersteller CT CoreTechnologie GmbH aus Mömbris besondere Aufmerksamkeit. Mit der aktuellen Version 2025 von 3D_Kernel_IO 2025 komplettiert CT CoreTechnologie seinen Software Developer Kit (SDK) und bietet neben STEP AP 242 und JT nun auch alle marktführenden CAD-Nativschnittstellen zum Schreiben und Lesen von Formaten wie CATIA V5, NX, Creo Parametric, Solidworks und Solid Edge an.
Schneller zum Ziel
Die Verwendung nativer CAD-Schnittstellen ersparen dem Anwender generell zwei Arbeitsschritte bei der Weiterverwendung von 3D-Daten in Downstream-Anwendungen beziehungsweise beim Datenaustausch. So wird effektiv Zeit dadurch eingespart, dass eine aufwendige Umwandlung in ein Standardformat wie IGES, STEP oder JT und das Einlesen in die jeweilige Downstream-Applikation entfällt. Die Umwandlung kann je nach Dateigröße bis zu einigen Stunden dauern. Hinzu kommt, dass mit jeder Konvertierung in ein Standard-Format Informationsverluste einhergehen. Demgegenüber bleiben beim Transfer über Nativschnittstellen lückenlos alle vorhandenen Informationen zur Geometrie, Konstruktionshistorie und Features wie Bohrungen, Taschen oder die immer mehr an Bedeutung gewinnenden Product Manufacturing Information (PMIs, Bemaßungen direkt am 3D-Modell) erhalten.
Dadurch, dass alle Schnittstellen bei CT CoreTechnologie vollständig inhouse entwickelt werden und der Hersteller über profunde Kenntnisse im Umgang mit 3D-Datenformaten verfügt, können bei Bedarf alle in den Ausgangsdaten hinterlegten Informationen, auch elektrische Features wie intelligente Symbole oder Verdrahtungsinformationen oder spezielle Informationen über Composite-Bauteile dechiffriert und in der generalisierten Datenstruktur des SDK verfügbar gemacht werden.
Übrigens ist es mittels SDK möglich, ganz gezielt auf spezifische Weiterentwicklungswünsche von Kunden einzugehen. Derartige Anpassungen selbst an ein ISO-Format wie STEP AP 242 durchführen zu wollen, wären in Eigenregie sehr viel zeitaufwändiger, weil entsprechende Zertifizierungsprozeduren der entsprechenden Organisationen durchlaufen werden müssten.
Breite Formatunterstützung und maximale Kompatibilität
Der von CT CoreTechnologie bereitgestellte SDK deckt ein breites Spektrum an Formaten von marktführenden CAD-Systeme ab – darunter CATIA V5 und V6, NX, SolidWorks, Creo Parametric, Solid Edge, Inventor, STEP, JT und GLTF – und gewährleistet so einen durchgängigen Datenaustausch ohne Konvertierungsverluste. Folgende Vorteile ergeben sich:
Flexible Integration und hohe Entwicklungsfreundlichkeit. Eine einheitliche, flexible API ermöglicht eine schnelle Implementierung in bestehende Softwarelösungen. Dadurch lässt sich 3D_Kernel_IO unkompliziert an projektspezifische Anforderungen anpassen und in unterschiedlichen 3D-Umgebungen integrieren.
Performance und Präzision auf höchstem Niveau. Der Geometriekernel ist auf maximale Performance und Genauigkeit ausgelegt. Auch umfangreiche CAD-Modelle können zuverlässig verarbeitet werden, was insbesondere bei rechenintensiven Anwendungen enorme Zeitvorteile bietet.
Automatische Datenvereinfachung für optimierte Workflows. Integrierte Funktionen zur Geometrievereinfachung reduzieren überflüssige Details, schließen Bohrungen und erzeugen schlanke Hüllgeometrien – ein entscheidender Vorteil für Simulation, Visualisierung und Datenmanagement.
Die wichtige Botschaft lautet: Mit 3D_Kernel_IO können Softwarehersteller ihre Anwendungen zu universellen Plattformen für den 3D-Datenaustausch erweitern. Hersteller von 3D-Software und PLM-Systemen profitieren dabei von der langjährigen Expertise des CAD-Interoperabilitätsexperten CT CoreTechnologie.
Verfügbar ist der SDK für die Betriebssysteme MS Windows, Linux, Mac OS und ARM. Die Abfragefunktionen sind für alle Formate standardisiert. Daher kann 3D_Kernel_IO sehr einfach in andere Applikationen eingebettet und schnell verfügbar gemacht werden.
Die grafische Benutzeroberfläche der Sample-Applikation macht es einfach, die SDK-Funktionen und Optionen sowie die bereitgestellten hochperformanten Lese- und Schreibschnittstellen zu testen. Darüber hinaus können Entwickler einen Dump (Speicherauszug) der Datenstruktur von CAD-Dateien erstellen oder direkt den Quellcode der Beispielanwendung für ihre eigene Integration verwenden.
Leicht integrierbar und flexibel einsetzbar
Der Geometriekernel 3D_Kernel_IO wurde speziell für die Datenkonvertierung konzipiert. Er verfügt über leistungsfähige Funktionen wie das Healing von CAD- und triangulierten Daten, die für eine bestmögliche Datenqualität sorgt. 3D_Kernel_IO liest die Konstruktionshistorie und Parameter direkt aus der Binärdatei der Ursprungsdatei ein. Die bereitgestellten Schnittstellen lesen fehlerfrei Feature-Informationen und PMI von Gewinden, Bohrungen, Fasen, Filets, Mustern, Taschen, Extrusionen sowie Baugruppen-Features aus. Der Bezug der zugehörigen Flächen zu jedem Feature sind in der Datenstruktur abrufbar und lassen sich unmittelbar für die CAM-Programmierung nutzen. Weiterhin lassen sich die in den Features hinterlegten Informationen über Bohrungstypen, Gewindedurchmesser und Toleranzen ausgelesen.
Die Datenstruktur repräsentiert alle Feature-Typen, die von heutigen CAD-Systemen verwendet werden, in einer einheitlichen Struktur, sodass nur eine Integration des SDKs für alle Formate erfolgen muss: Einmal integriert kann ein neues Datenformat durch simple Erweiterung der Lizenz erfolgen.
Optimale Qualität für VR-Anwendungen
Die hochperformante, fehlerfreie Tesselierung von 3D-Modellen sowie Healing-Funktionen für triangulierte Modelle des SDKs optimieren CAD-Daten für Anwendungen im Bereich des Digital Mockup, Virtual Reality und Highend-Rendering. Parameter zur Einstellung der maximalen Sehnenabweichung, Dreiecksgröße und maximalen Winkel zwischen den Dreiecken lassen sich im Rahmen der Tesselierung steuern. Als VR-Formate können Modelle in Form von FBX, OBJ, GLTF, GLB, VRML und STL eingelesen werden.
In Praxis sind Kunden begeistert davon, wie 3D_Kernel IO den CAD-Konvertierungsprozess innerhalb der eigenen Applikation verbessert und den robusten Zugriff auf praktisch alle marktrelevanten Dateiformate ermöglicht.
STEP AP 242 und JT auf höchstem Niveau
Der SDK eignet sich auch fürs fehlerfreie Lesen und Schreiben der Standardformate STEP und JT. Möglich macht dies die langjährige engagierte Mitgliedschaft von CT CoreTechnologie im prostep ivip Verein sowie im JT Implementor Forum. Somit ist sichergestellt, dass zeitnah die jüngsten Verbesserungen dieser Standardformate in den SDK einfließen. So wurde viel in die Weiterentwicklung der 3D-Master- beziehungsweise Model-based-Definition-Technologie der beiden Formate investiert. Nicht ohne Grund kann daher behauptet werden, dass der SDK von CT CoreTechnologie derzeit die höchste Qualität bei der Erzeugung dieser Standardformate bietet.
Jüngst hat nun auch PTC die 3D_Kernel_IO-STEP-AP-242-Technologie in Creo Parametric implementiert und macht sich so die Fähigkeiten des SDK von CT CoreTechnologie auf dem Gebiet von Model-based Definition zunutze.










