Auf dem Radar sichtbar gemacht
Editorial der d1g1tal AGENDA Ausgabe 2025/01
BADEN-BADEN: In Händen halten Sie die erste Ausgabe von d1g1tal AGENDA in diesem Jahr. Bewährtes ist geblieben, Neues ist hinzu gekommen. Denn mit dieser Ausgabe führen wir die Rubrik „TECHNOLOGIE-TRENDRADAR“ ein. Die Softwarebranche und damit verbunden,
die PLM-Branche, unterliegt einer großen Dynamik. Es braucht Instrumente, um die Relevanz der gelebten Best Practices und die neuer „Hoffnungsträger“ bezogen auf die eigenen Bedürfnisse bewerten zu können: Was ist noch aktuell, von was sollte man sich trennen? Zur
Einschätzung hat sich diese Methode „Technologieradar“ in verschiedenen Ausprägungen etabliert. Der in der Softwarebranche Gebräuchliche zum Beispiel stammt von Thoughtworks und versteht sich als halbjährliche Momentaufnahme von Tools, Plattformen, Sprachen
und Frameworks. Wir haben die Methode erweitert, indem wir den Technologieradar von BMW verwenden, ihn aber um Themen aus der PLM-Branche erweitern. Es ist also ein Mix aus neuen Technologien, die eine Anpassung von Methoden und Prozessen in der Unternehmensführung bedürfen, und PLM-Techniken, wie modellbasiertes Systems Engineering, Simulationsdatenmanagement oder künstliche Intelligenz. Der Grund: Diese Aspekte haben Einfluss auf die „Unternehmensarchitektur“.
Mit der ersten Ausgabe konzentrieren wir uns auf den digitalen Zwilling und seiner Interoperabilität, zum Ausdruck kommend durch die Verwaltungsschale (Asset Administration Shell, AAS). Dabei haben wir einen besonderen Blickwinkel gewählt: Welche Ansätze die PLM-
Anbieter bieten, um interoperable digitale Zwillinge aus ihren Backbone-Systemen auszuleiten. Das hat einen besonderen Grund. Denn die Anwenderunternehmen interessieren sich gerade dafür, wie der PLM-Anbieter der Wahl mit diesem zukunftsträchtigen Thema umgeht. Nach einer Einführung in Form eines Nachberichts über einen bemerkenswerten Roundtable in der Sache ab Seite 44 wird explizit zu Lösungsansätze berichtet, von PTC (Seite 60 und 70) sowie von Threedy (Seite 64), um nur zwei Anbieter zu nennen.
Auf besonderes Interesse in dieser Ausgabe dürfte zudem der Beitrag auf Seite 6 gleich zu Anfang stoßen: Simulation im Dienste des Menschen, wenn man so will. Um den Wandel hin zu assistierten und automatisierten Fahrtechnologien in Hinsicht auf die Sicherheit widerzuspiegeln, will Euro NCAP seine Bewertungsregeln anpassen. Im Zuge dessen sollen virtuelle Tests eingeführt und neben Dummys auch Menschmodelle zur Analyse von Verletzungsgefahren zugelassen werden. In diesem Spannungsfeld gab die Konferenz „Human
Modeling and Simulation in Automotive Engineering“ wichtige inhaltliche Impulse über künftige Innovationen beim Schutz von Insassen, Fußgängern und Fahrradfahrern. Wir berichten darüber.
Viel Vergnügen bei der Lektüre!
Ihr d1g1tal AGENDA Team





















