Dr. Markus Klaiber

Schunk für smartes Equipment

„Die industrielle Fertigung steht vor einem grundlegenden Wandel“, ist Markus Klaiber (unser Bild), Technischer Geschäftsführer und CTO bei der Schunk GmbH & Co. KG (Lauffen am Neckar), mit Blick auf die kommende Werkzeugmaschinenmesse EMO 2017 in Hannover der Ansicht. „In den nächsten Jahren werden Digitalisierung, Mechatronisierung und Automatisierung der Produktionsprozesse, die Kollaboration von Mensch und Roboter sowie die intelligente Vernetzung aller prozessrelevanten Komponenten ein neues Prozessdenken in der industriellen Fertigung zutage fördern.“ Drei Aspekte stünden dabei im Fokus, so der promovierte Ingenieur: die Kommunikation aller beteiligten Komponenten, eine optimale Transparenz in den Anlagen-, Komponenten-, Leittechnik- und Unternehmensprozessen und schließlich eine flexible Reaktion auf externe und interne Ereignisse. „Auf allen drei Feldern kommt den eingesetzten Spannmitteln und Greifsystemen eine wesentliche Bedeutung zu. Unser Ziel ist es, die exponierte Position unserer Module ‚closest-to-the-part‘ zu nutzen, um künftig jeden einzelnen Prozessschritt detailliert zu überwachen und die Anlagensteuerung, das übergeordnete ERP-System, aber auch Cloud-Lösungen permanent mit Prozessdaten zu versorgen und flexibel auf die jeweiligen Ereignisse zu reagieren.“

Kommunikationsfähige Greif- und Spannkomponenten

Schunk bietet eine Vielzahl kommunikationsfähiger Kraftspannblöcke, voll automatisierbarer Palettiersysteme und Schnellwechsellösungen für die flexible Fertigung. Zur kommenden EMO will das Familienunternehmen sein ausgebautes Industrie-4.0-Portfolio präsentieren. Highlight ist einer Unternehmensmeldung zufolge eine funktionsfähige Fertigungszelle, in der der intelligente, auf Kraft und Position regelbarer EGL-Profinet-Greifer autonome Handhabungsszenarien ausführt und eine vollautomatische Qualitätssicherung gewährleistet. Ohne Einsatz externer Sensoren erkennt der Greifer ein fehlerhaftes Bauteil und entscheidet selbstständig, ob das Teil aus dem Prozess zu entfernen ist. Die ermittelten Informationen können kontinuierlich an die Anlagensteuerung, an übergeordnete interne und externe Systeme sowie an Cloud-Lösungen für statistische Prozessanalysen übertragen werden. Sämtliche Prozessschritte werden in Echtzeit überwacht und übergeordneten Ebenen, etwa einem On-premise-ERP-System oder einer Cloud-basierten Monitoring-Plattform zur Verfügung gestellt.

 

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