Siemens setzt auf Digitalisierung

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KARLSRUHE, 14. März. Am vergangenen Dienstag hat die traditionelle Pressekonferenz im Vorfeld der Hannover Messe stattgefunden. Jan Mrosik, CEO der Division Digital Factory, und Jürgen Brandes, CEO Process Industries and Drives, sowie Beatrix Natter, CEO der Business Unit Transformers bei Energy Management, gaben einen Einblick in die geplante geschäftliche und technologische Ausrichtung des Unternehmens und was auf der kommenden Hannover Messe gezeigt werden wird.
In Hannover will Siemens demonstrieren, wie Industriebetriebe jeder Größe vom digitalen Wandel profitieren können. Im Mittelpunkt des 3 500 Quadratmeter großen Messestands in Halle 9 steht das ausgebaute Angebot für das „Digital Enterprise“, also das durchgängig ohne Medienbruch arbeitende Unternehmen. Die Beispiele reichen von intelligenten Energiemanagementsystemen über die individualisierte Lebensmittel- und Pharmaproduktion bis hin zum industrietauglichem Additive Manufacturing auf Basis innovativer Automatisierungs- und Antriebstechnologie. Mit neuen Partnerschaften, Schnittstellen und Apps will der Anbieter zudem den Ausbau seines Cloud-basierten, offenen IoT-Betriebssystems Mindsphere vorantreiben.
Die sich schnell verändernden Konsumenten-Anforderungen fordern Unternehmen zunehmend heraus, individualisierte Produkte in kurzer Zeit und optimaler, gleichbleibender Qualität zu produzieren. Der Schlüssel hierfür ist die Digitalisierung. So können Unternehmen in einer komplett virtuellen Umgebung auf Basis eines digitalen Zwillings Produkte, Produktionsprozesse und Anlagen simulieren, testen und optimieren. Auf der Hannover Messe zeigt Siemens am Beispiel der Milchproduktion, wie Unternehmen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie mit Digitalisierungslösungen flexibel auf sich ändernde Marktanforderungen wie die wachsende Vielfalt an Geschmacksrichtungen reagieren können. Dies reicht von der Milchverarbeitung bis hin zur Abfüllung, Verpackung und Etikettierung.

„Nur Unternehmen, die ihre Prozesse ganzheitlich digitalisieren, werden wettbewerbsfähig bleiben“, erklärte Jan Mrosik, CEO der Division Digital Factory (unser Bild), hierzu. Die Integration von Product Lifecycle Management (PLM), Manufacturing Operations Management (MOM) und Totally Integrated Automation (TIA) in die gemeinsame Kollaborationsplattform Teamcenter ermöglicht einen nahtlosen Datenfluss zwischen allen Schritten der Wertschöpfungskette – vom Produktdesign über Produktionsplanung, Engineering und Produktion bis zum Service, und wieder zurück.
Angeschlossen an Mindsphere lassen sich enorme Datenmengen schnell und effizient auswerten und Schwachstellen aufdecken. Durch neue Schnittstellen, Apps sowie Partnerschaften beispielsweise mit BluVision sowie die Nutzung der Cloud-Infrastruktur und Dienste von Amazon Web Services wird der Ausbau des Ecosystems rund um IoT-Plattform vorangetrieben. Besucher des Messestands erleben dies in der Mindsphere-Lounge in einer besonderen Atmosphäre. Mit der nun offen gelegten Northbound-API lassen sich Siemens-eigene Mind-Apps und Applikationen von Partnern einbinden. Auf dem Siemens-Stand werden eine Vielzahl neuer Apps gezeigt, aber auch Neuerungen für die bestehenden Apps Fleet Manager und Visual Analyzer. Um den herstellerunabhängigen Anschluss von Assets zu erleichtern, ist eine South-Bound-API für weitere Protokolle in Vorbereitung. Weitere Informationen sind hier zu finden.

 

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