SimulationX-Community diskutiert Zukunft

Zum 16. Mal in Folge traf sich am 12. bis 14. November 2013 die internationale SimulationX-Community in der bundesweit elftgrößten Metropole, um gemeinsam zukunftsträchtige Entwicklungsthemen, wie vernetzte Produktentwicklung, Tool-Integration, FPGA-Unterstützung und Cloud-based Engineering zu diskutieren und zu erkunden, wie relevant dies für das Business der einzelnen Teilnehmer ist. Der Veranstalter, die ITI GmbH, hatte wieder einmal Beachtliches zustande gebracht, denn im architektonisch reizvollen Kongresszentrum, an der Elbe gelegen, kamen an den insgesamt drei Veranstaltungstagen 46 Referenten aus zwölf Ländern zu Wort. Die 378 Seiten umfassenden Conference Proceedings legen beeindruckend Zeugnis vom Inhaltsreichtum der Präsentationen ab. Insgesamt wurden 150 Teilnehmer gezählt.

Am ersten Veranstaltungstag gab Andreas Uhlig (unser Bild) Einblicke in die (erfolgreiche) Genese von ITI, natürlich auch in die neue Version 3.6 von SimulationX und lieferte einen Steilpass an Thomas Neidhold, der am zweiten Veranstaltungstag ausführlich auf das noch sehr junge Thema „Cloud-basierte Modellierung und Simulation“ en detail einging. Ein besonderes Hightlight war im Anschluss an Uhligs Präsentation die Keynote Koichi Ohtomi vom Corporate Research & Development Center von Toshiba. Ohtomi stellte die Methode „1DCAE“ vor, die sich an die frühen Phasen des Produktentstehungsprozesses wendet.
Ohtomi betonte, dass „1D“ dabei nicht mit eindimensional gleichgesetzt werden dürfe, vielmehr geht es dabei um den einfachen, aber treffenden Ausdruck von relevanten Phänomenen für die Produktmodellierung. Auch der zweite Teilbegriff „CAE“ sollte nicht sofort mit Simulation und Berechnung in Verbindung gebracht werden. Die Domäne von 1DCAE ist zeitlich also vor der Phase der geometrischen Ausformulierung des späteren Produkts anzusetzen, wenn es darum geht, die funktionelle Basis zu definieren und diese zum Beispiel mit SimulationX zu analysieren.
Wie steht nun aber 1DCAE mit 3D-CAE in Verbindung? Mittels den Methoden des 1DCAE wird das konzeptionelle und funktionale Design durchgeführt, während durch 3D-CAE das strukturelle Design und Produkt-Layout fixiert wird, und zwar auf Basis der in 1DCAE gewonnenen Spezifikationen. Wenn man so will, dient 1DCAE dazu, Kundenwünsche und Marktanforderungen in Funktionen zu übersetzen, wobei gleichzeitig eine erste Kostenabschätzung stattfindet. Charme hat dieser Ansatz auch, weil so das gesamte System übersichtlich visualisiert werden kann. Das vorgestellt Konzept ist zwar nicht mehr ganz neu, bereichtert aber in jedem Fall die Debatte um eine funktionsgetriebene, mechantronische Produktentwicklung
Einen ausführlicheren Bericht über das Symposium wird in der kommenden Ausgabe 2/2014 von ECONOMIC ENGINEERING veröffentlicht, die am 11. Februar 2014 erscheinen wird. Weitere Informationen einschließlich Bilder vom Event sind zu finden hier.

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