Digitaler Zwilling und virtuelle Inbetriebnahme

Braas_Modell

Als Königsweg wird nach wie vor im Maschinen- und Anlagenbau die Methode gehandelt, die Steuerung erst nach der Fertigstellung der mechanischen Maschinenteile zu programmieren – das Zusammenspiel von Mechanik, Steuerung, Sensoren und Software wird dann bei der Inbetriebnahme erstmals vollständig auf Herz und Nieren überprüft. Was dann kommt, ist hinlänglich bekannt: Rätselraten und die umständliche Fehlersuche, weil irgendetwas nicht funktioniert. „Sollte sich kurz vor der Auslieferung herausstellen, dass beispielsweise eine Spindel unterdimensioniert ist, es zu Kollisionen kommt oder ein Werkzeug zu klein ist, sind Wiederbeschaffungszeiten von bis zu drei Monaten keine Seltenheit. Das ist höchst unangenehm, da wir zum einen in Lieferverzug geraten und zum anderen bei einer Fertigungszelle eine immense Kapitalbindung erfahren, die schnell die Millionengrenze überschreitet“, ist von einem Verantwortlichen zu hören, der verständlicherweise nicht genannt werden möchte.
Erschwerend kommt hinzu, dass der Anteil an Software in Maschinen immer weiter zunimmt, und damit die Komplexität. Laut VDMA stiegt der Anteil zwischen 1980 und 2009 von 30 auf 50 Prozent. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Keine Frage also, dass hier noch eine Menge an Informationsbedarf unter den Maschinen- und Anlagenbauern besteht, wie sich Smart Engineering und Virtuelle Inbetriebnahme geschickt kombinieren lassen, um im Rahmen von Front Loading Fehlerquellen bereits am Simulationsmodell auf die Spur zu kommen.
Die BCT Technology AG (Willstätt) lud daher zu einer informativen Veranstaltung ein, die am 7. März 2017 im Steinbeis-Haus in Karlsruhe stattfand. Die Agenda enthielt folgende Themen:

  • Licht ins Dunkel – Digitalisierung im mittelständischen Maschinenbau
  • Siemens Mechatronics Concept Designer und die Virtuelle Inbetriebnahme
  • Automatisierung im Umfeld des digitalen Engineering
  • Wie Big Data, Cloud und Analytics zusammengehören.

Ein Hintergrundbericht hierzu in der ersten Ausgabe von DIGITAL AGENDA, die Mitte April erscheinen wird. Weitere Informationen hier.

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Die Ausgabe 2019/02 geht der Digitalisierung auf den Grund. Wissenschaftlich, praktisch und historisch werden viele Facetten beleuchtet und Handlungsempfehlungen daraus abgeleitet.

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