Tiefe CAD-CAE-Integration

Bis vor wenigen Jahren war es üblich, zwischen Konstruktion und Berechnung strikt zu trennen: Ein Konstruktionsstand wurde eingefroren und anschließend in der Berechnungsabteilung oder bei einem externen Dienstleister analysiert. Die immer deutlicher in den Vordergrund tretende Anforderung, die Time-to-Market zu verkürzen, hat jedoch dazu geführt, dass die Konstruktionsabteilungen schneller ein Feedback wünschen, ob sie mit ihrem Entwurf die Vorgaben aus dem Pflichtenheft erfüllen oder nicht. Derartige Bestrebungen werden auch unter dem Begriff Front Loading zusammengefasst.Um dies zu erreichen, wird verstärkt auf die Integration von CAE-Anwendungen in eine CAD-Umgebung gesetzt. Einer der Pioniere auf diesem Gebiet ist die SolidWorks Corporation mit Sitz in Waltham im US-amerikanischen Bundesstaat Massachusetts. Der Hauptfokus bei der CAD-CAE-Integration liegt bei SolidWorks auf der Benutzerfreundlichkeit, also auf einer möglichst kurzen Einlernzeit des Systems: „Der Grund hierfür ist einfach: Der Konstrukteur kann sich nicht nur auf die Simulation konzentrieren, sondern ist noch mit anderen Aufgaben im Unternehmen betraut, etwa die Weiterentwicklung der Produkte“, erklärt Jürgen Haberger, Technical Manager Simulation Products von SolidWorks Deutschland, auf Anfrage. Die Herausforderung bestehe darin, so Haberger weiter, die Anzahl der notwendigen Schritte, um von einem CAD- zu einem Berechnungsmodell zu kommen, möglichst gering zu halten, um möglichst viele Varianten in kurzer Zeit bewerten zu können. Die Simulationslösungen des Sys-temanbieters zeichnen sich auch dadurch aus, dass im Gegensatz zu anderen CAD-CAE-Integrationen ein sehr großer Umfang an Berechnungsfunktionen geboten wird. Die Basis hierfür ist die Cosmos-Technologie, die 2001 von SRAC akquiriert wurde. Bereits damals war Cosmos eine ausgereifte CAE-Software mit mehr als 20 Jahren Markt-erfahrung. „Der große Mehrwert liegt neben der Benutzerfreundlichkeit in der tiefen Integration. Das hebt uns von vielen anderen Systemen am Markt ab“, betont Haberger. Das 3D-MCAD-Programm SolidWorks wird in drei Varianten angeboten: „Standard“, „Professional“ und „Premium“. Jedem dieser Versionen ist bereits ein CAE-Modul, SolidWorks Simulation Express, beigefügt. Des weiteren besteht in SolidWorks Premium die Möglichkeit, Baugruppensimulationen und Mechanismusanalysen durchzuführen. Die Simulation-Produktpalette hat der Systemanbieter in einer sogenannten Produktmatrix Simulation zusammengestellt.

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