Wolfgang-Beitz-Preis erneut vergeben

 

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Maschinenelemente, Konstruktionstechnik und Produktentwicklung e.V. (WGMK) und der Berliner Kreis – Wissenschaftliches Forum für Produktentwicklung e.V. gedachten in diesem Jahr der herausragenden Persönlichkeit Wolfgang Beitz, indem sie den gleichnamigen Preis verliehen. Professor Beitz hat auf der Basis interdisziplinär ausgelegter Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Industrie bedeutende Arbeiten in der methodischen Produktentwicklung geleistet. Darüber hinaus war er jahrzehntelang Herausgeber eine Fachzeitschrift für Konstrukteure und des Dubbel Taschenbuchs für den Maschinenbau.
Zu den wichtigsten Zielen von WGMK und Berliner Kreis zählen der Transfer der erarbeiteten Entwicklungsmethoden in die industriellen Praxis. Dies soll auch der Wolfgang-Beitz-Preis zum Ausdruck bringen Die Auszeichnung wird alle zwei bis drei Jahre vergeben. Prämiert wird eine wissenschaftliche Arbeit, etwa eine Dissertation oder eine Diplomarbeit, mit „einer sehr hohen Relevanz für die Industrie“, wie der Laudator, Professor Michael Abramovici von der Ruhr-Universität Bochum, betonte. Zu den wichtigsten Bewertungskriterien, so der Gelehrte weiter, zählen daher neben einer hohen wissenschaftlichen Qualität, dass die erarbeitete Methode ein hohes Innovationspotenzial aufweist und auf eine erfolgreiche Einführung verweisen kann. Abramovici sagte, dass „aufgrund der ausgezeichneten Norminierungen die Entscheidung in diesem Jahr überhaupt nicht leicht fiel.“ Daher wurde Preis zu gleichen Teilen vergeben: Die Laureaten sind Jochen Oerding (Stihl, Waiblingen) und Carsten Stechert (Technische Universität Braunschweig).
Beide Arbeiten befassen sich mit der Weiterentwicklung und Anwendung von Methoden für die frühen Phasen einer mechatronisch geprägten Produktentstehung. Oerding hat einen „Beitrag zum Modellverständnis der Produktentstehung – Strukturierung von Zielsystemen mittels C&CM-Methodik“ geleistet. Stecherts Dissertation hat die Modellierung komplexer Anforderungen zum Inhalt.

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