Drahterodieren

Drahterodieren, auch Drahtschneiden genannt, wird gerne verwendet, wenn ein hohe Präzision der auszuschneidenden Kontur oder hohe Oberflächengüte gefordert wird. Auch sehr dicke Werkstücke oder sehr harte Materialien lassen sich mit diesem formgebenden Fertigungsverfahren effizient bearbeiten. Der Erodierdraht ist auf einer Spule aufgewickelt und wird über Umlenkrollen, Bremsrolle und Antriebsrollen mit Geschwindigkeit bis zu 25 m/min durch das Werkstück gezogen und danach entsorgt. Draht und Werkstück sind umgekehrt elektrisch gepolt, so dass es zu einem Materialabtrag am Werkstück aufgrund von Funkenerosion kommt. Beim Konischschneiden muss ein Umlenkpunkt definiert werden. Ab einem Ablenkungswinkel von etwa 30° zur Vertikalen ist ein Umspannen des Werkstücks beziehungsweise ein anderes Bearbeitungsverfahren erforderlich. Manche Hersteller bieten seit kurzem besondere Hohlachsen an, mit denen das Bauteil rotiert wird und sich beliebige Winkel bearbeiten lassen.
Seit den Anfängen der Geschäftstätigkeit im Jahre 1993 hat sich die Camtek GmbH mit Sitz in Weinstadt-Endersbach neben anderen Technologien besonders der Programmierung von Drahterodiermaschinen verschrieben. Das CAD/CAM-System PEPS war eines der ersten Programmiersysteme am Markt, das für Drahterodieren professionelle Funktionalität bereithielt. Seit 2011 bietet Camtek mit Opticam auch eine integrierte Lösung an, bei der direkt im 3D-MCAD-System von SolidWorks programmiert werden kann. Weitere wichtige Aspekte zur optimalen systemtechnischen Unterstützung sind

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