CD-adapco vereint Berechnungsingenieure am Meer

NOORDWIJK AAN ZEE, Ende März (bv). Gegenüber dem Vorjahr, als die Star European Conference zum ersten Mal in dem Badeort mit dem sagenhaften Sandstrand nördlich von Leiden/Niederlande stattfand, konnte die Zahl von „Externen“ auf der diesjährigen Anwenderkonferenz von CD-adapco auf 380 verdoppelt werden. Hierbei mag eine Rolle gespielt haben, dass die amerikanischen Anwenderkonferenzen mit dem europäischen Counterpart zusammengelegt wurden. Das Motto „One Conference, a World of Engineering Success“ passte zumindest trefflich: Aus 35 Ländern und sechs Kontinenten kamen die insgesamt fast 500 Teilnehmer angereist.

In seiner Eröffnungsrede betonte Firmengründer und President Peter „Steve“ MacDonald, dass sich der Systemanbieter für Strömungssimulation CD-adapco mit Sitz in Melville im US-Bundesstaat New York und London weiterhin auf dem Wachstumspfad befinde. Über viele Jahre hinweg konnte man 20 Prozent an Zugewinn jährlich erzielen.
Es geht also mit großen Schritten voran, wovon übrigens auch STAR-CCM Zeugnis ablegt. Dieses mächtige CFD-Werkzeug (Computational Fluid Dynamics, CFD) soll in den nächsten fünf Jahren zu einem universellen CAE-Tool für multiphysikalische Anwendungen jeglicher Couleur ausgebaut werden, betonte MacDonald.

Es folgte die Keynote von Phil White, Mitbegründer des Rennradherstellers Cervélo. White trug sorgfältig zusammengetragene Thesen zu „Innovation als Wettbewerbsvorteil“ vor, ohne es zu versäumen, sein Unternehmen und die jüngsten Entwicklungen im Radrennsport zu präsentieren. Cervélo wurde 1995 gegründet, zu einer Zeit, als der Radrennsport noch von italienischen Herstellern dominiert wurde und Triathlon – der Hauptmarkt, in dem sich das Unternehmen bewegt – noch kein großes Thema war. Über Jahre hinweg hat man sich mit neuen Materialien und immer ausgefeilteren Designs an die Weltspitze hochgearbeitet. Und natürlich half dabei STAR-CCM kräftig mit, schließlich schafft ein Triathlet an die 40 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit – ein Bereich, in dem der Luftwiderstand die führende Größe ist: 86 Prozent der bremsenden Kräfte rühren davon her, wobei zu zwei Dritteln der Fahrer dafür verantwortlich ist. Beim aktuellen Rennrad S5 konnte durch eine Vielzahl von Detailverbesserungen gegenüber slots dem Vorgängermodell S3 80 g an Gewicht (ein immenser Wert!) eingespart und dennoch die Steifigkeit um 12 Prozent erhöht werden. White machte die Reduzierungsbemühungen des Luftwiderstands im Umfeld des vorderen und hinteren Bremslayouts anschaulich. So wurden die Boudenzüge vollständig in die Rohrstruktur verlegt, weil diese bis zu 15 g Luftwiderstand erzeugen können. Auch die Bremsmimik verschwand, elegant in Tropfenform gekleidet. Ein Bolide war auf der Bühne zu begutachten, wobei das geringe Gewicht mächtig Eindruck machte – zumindest so viel, dass man nicht zu fragen wagte, für welchen Obolus das gute Stück denn den Besitzer wechseln würde.

Die Runde an Keynote-Vorträgen wurde schließlich durch Jean-Claude Ercolanelli, Senior Vice President Product Management beim Systemanbieter, und sein Team beendet. Gezeigt wurden in Life Demos Neuerungen, die im Zuge der Freigabe der Version 7.02 eingeführt wurden. Hierzu gehören die optimierte Vernetzung von sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegenden Objekten, etwa der Abschuss einer Rakete von einem Kampfjet aus. Was dem Friedensaktivisten ein Graus sein mag, ist für den Berechnungsingenieur eine willkommene Hilfe: Die neue sogenannte Overset-Vernetzungsfunktionalität (auch als „Overlapping“ oder „Chimera Meshing“ bekannt) erlaubt es dem Anwender, für jedes Objekt eine individuelle Vernetzung zu erzeugen. Sie ist vollständig kompatibel mit dem gesamten Satz der Vernetzungsoptionen von STAR-CCM .

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