Mittelstand hinsichtlich Entwicklungsfähigkeit bewerten

Das sogenannte Pipe-Konsortium stellt anlässlich der Hannover Messe 2012 erste Ergebnisse ihrer PLM-Performance-Initiative vor. Dabei geht es um eine Bewertungsmethodik, mit der Unternehmen die Optimierungspotenziale in ihren Entwicklungsprozessen identifizieren können. Mitglieder des Konsortiums sind neben dem VDMA die PLM-Anbieter Contact Software (Bremen), Dassault Systèmes (Stuttgart), IBM Deutschland (Ehingen) und Transcat PLM Deutschland (Karlsruhe). Die wissenschaftliche Begleitung verantwortet der Lehrstuhl für Maschinenbauinformatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
„PIPE“ (Prozess-Indikatoren für Product Engineering) hat im April 2011 seine Arbeit aufgenommen und seitdem eine Kennzahlensystematik für zentrale Prozesse wie das Änderungsmanagement entwickelt. Erste Ergebnisse werden nun auf der Hannover Messe der Öffentlichkeit vorgestellt und exemplarisch gezeigt, wie die Systematik in der Unternehmenspraxis angewendet werden kann. Einen entscheidenden Mehrwert sehen die beteiligten PLM-Systemanbieter und Berater darin, die entsprechenden Daten heute kontinuierlich ableiten zu können. „Wesentliche Aufgaben und Prozesse werden heute direkt in PLM- Lösungen ausgeführt. Das Kennzahlensystem kann also in Echtzeit mit verlässlichen Ist-Daten versorgt werden“, erläutert Roland Drewinski von Contact Software. „Ein entsprechendes Cockpit stellt die Ergebnisse dann zielgruppengerecht beispielsweise für das Management dar.“
Die Pipe-Systematik sieht dabei die Unternehmen gefordert, die Kennzahlen im Kontext ihres Unternehmens individuell zu bewerten. „Die Stärke des Mittelstands liegt in seiner Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Deshalb hat jedes Unternehmen auch seine eigenen und besonderen Stärken“, sagt dazu Rainer Glatz, Leiter der Abteilung Informatik im VDMA. „Die Pipe-Kennzahlen machen Unternehmen nicht unisono vergleichbar, sondern bieten ihnen eine Systematik zur individuellen Bewertung und Steuerung“.

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