Objet1000 Plus

Der 3D-Druckerhersteller Stratasys Ltd. mit Sitz in Eden Prairie (US-Bundesstaat Minnesota) und Rehovot (Israel) hat alleine im zweiten Halbjahr 2014 insgesamt sechs Geräte des Typs Objet1000 installiert, drei davon in Deutschland und drei in Großbritannien, jeweils in der Automobilindustrie. Der Grund für diesen bemerkenswerten Erfolg ist, dass es kaum andere ––> 3D-Drucker gibt, die bis zu 1 m große Bauteile (Bauraum von Objet1000: 1000 × 800 × 500 mm) im Schichtbau-Verfahren in einem Arbeitsgang erzeugen können.
Werden heute große Musterteile im Rapid-Prototyping-Verfahren herstellt, geschieht dies meist dadurch, dass aufgrund des nicht genügend zur Verfügung stehenden Bauraums zunächst zwei Hälften produziert und diese dann zusammengeklebt werden. Jedoch ist der Klebeprozess schwer beherrschbar, da dies manuell geschieht. „Unsere Kunden sind derart begeistert von der Möglichkeit, mit Objet1000 in einem Schritt das gesamte Teil herzustellen, dass sie jetzt nichts anderes mehr haben wollen“, gibt Andy Middleton, Präsident von Stratasys EMEA mit Sitz in Rheinmüster, der Redaktion von ECONOMIC ENGINEERING zu Protokoll. Objet1000 habe dazu geführt, so Middleton weiter, dass Muster von ganzen Kühlergrill auf diese Weise hergestellt werden könnten. Außerdem lässt sich das Material der zugrunde liegenden sogenannten Polyjet-Ink-Technologie hervorragend nachbearbeiten: Verchromen, Lackieren, Polieren – all dies ist möglich. Neben Prototypen lassen sich mit diesem Gerät auch wirtschaftlich Werkzeuge für die Fertigung herstellen.
Zur Hannover Messe 2015 hat der Systemanbieter die Erweiterung Objet1000 Plus auf den Markt gebracht, die im Vergleich zu den Vorgängermodellen bis zu 40 Prozent schneller ist, bei geringerem Kostenaufwand pro hergestelltem Teil. Die Anwender können aus mehr als 100 Druckmaterialien von Stratasys auswählen. Mit Objet1000 Plus lassen sich strapazierfähige Bauteile mit einer glatten Oberfläche im Hochgeschwindigkeitsmodus herstellen. Das Gerät ist darauf ausgelegt, über längere Zeiträume hinweg vollautomatisch zu arbeiten.

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