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Deutsche sind bei Internetanwendungen nüchtern

Für die Verbraucher in Deutschland stellt die Covid-19-Pandemie einen tiefen Einschnitt dar – schneller und früher haben sie sich an neue digitale Lösungen gewöhnen müssen. Die neue Normalität während der Pandemie zeigt sich in der verstärkten Nutzung von mobilen Endgeräten. Allerdings führt die vermehrte Nutzung der Bildschirme zu mehr Achtsamkeit: 25 Prozent der Verbraucher achten stärker darauf, wie das Internet ihr Wohlbefinden beeinflusst, während 20 Prozent Videogespräche im Lockdown ermüdend fanden. 23 Prozent sorgen sich stärker um Datenschutz und die Sicherheit ihrer Daten.

Sorgen machen sich Deutsche auch um Fake News – im internationalen Vergleich sind aber die Bürger der Nachbarländer Frankreich und Italien, und auch Nutzer im Vereinigten Königreich sowie in Kanada und den USA besorgter. In Deutschland finden 51 Prozent, dass die Behörden mehr gegen Fake News unternehmen könnten, 61 Prozent nehmen die Plattformen.
Mit 49 Prozent ist weiterhin fast die Hälfte der befragten Menschen unter 24 Jahren bereit, mehr Geld für eine unbegrenzte mobile Datennutzung zu zahlen. An diesen Zahlen erkennt man den steigenden Bedarf an allgemeiner mobiler Konnektivität. Aus diesem grundsätzlich höheren Bedarf leiten sich auch die Potenziale von 5G und insgesamt schnelleren Verbindungen ab.
Die Ergebnisse zeigen: Die Corona-Pandemie hat viele Menschen in Deutschland dazu bewogen, sich mit ihren digitalen Bedürfnissen intensiver auseinanderzusetzen. Weitere Ergebnisse der Studie lauten zusammengefasst:

  • Die Zahlungsbereitschaft für Zusatzleistungen bei Breitband, Handy oder Streaming ist in Deutschland gering. Nur 13 Prozent der Haushalte planen zusätzliche Ausgaben, etwa für Breitbandgeschwindigkeit.
  • Bei der Bewertung der Internetgeschwindigkeit zählen für die Deutschen keine hochtrabenden Versprechen. Jeweils 53 Prozent erwarten eine konstante Geschwindigkeit sowie konsistentes WLAN im ganzen Gebäude.
  • Für Anbieter bedeuten die Ergebnisse, dass sie sich mit der Verschiebung der Bedürfnisse ihrer (potenziellen) Kunden auseinandersetzen sollten.

Um ein faktenbasiertes Bild der weltweiten Digitalisierungslage im Kontext der Corona-Krise zu erhalten, hat EY im Rahmen der sogenannten „Digital Household Study“ Menschen in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada und den Vereinigten Staaten zu Digitalisierung und Medienkonsum befragt. In Deutschland nahmen insgesamt 2504 Personen im Alter von über 18 Jahren teil. 50,2 Prozent der befragten Personen identifizierten sich als männlich, 49,5 Prozent als weiblich, 0,3 Prozent als divers. Die beiden größten vertretenen Altersgruppen waren jene der 45- bis 54-Jährigen sowie jene der 55- bis 64-Jährigen.

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