Additive Manufacturing

3D-Druck beflügelt Generative Design

Der Computer wird’s schon richten: Konstruktive Engstirnigkeit ade, Quell von Inspirationen versprechen vollmundig die Anbieter von Generative-Design-Software. Freilich ohne das Feuerwerk an Innovationen bei additiven Fertigungsmethoden und der damit verbundene Siegeszug erntete Generative Design nur ein müdes Achselzucken von den Ingenieuren. Was den 3D-Druck beflügelt, lesen Sie auf unserer Sonderseite: https://am.d1g1tal.de

Eine Behauptung wird nicht unbedingt dadurch wahrer, indem man sie über Jahrzehnte hinweg wiederholt. Nehmen wir den Begriff „CAD“, den die meisten auch heute noch irrtümlich für ein Akronym halten, das für „Computer Aided Design“ steht. In Wirklichkeit aber steht CAD für „Computer-aided Documentation“ – computerunterstützte Dokumentation. Zumindest ist der ehemalige CTO von Autodesk, Jeff Kowalski, dieser Ansicht. Für Kowalski entsteht das Designkonzept im Kopf des Anwenders, hat also eine unmittelbare Nähe zu Kreativität, und der Computer ist lediglich dafür da, diese Ideen zu dokumentieren. Nun ja, Autodesk hat sich über Jahrzehnte hinweg nicht gerade damit hervor getan, bei seinen CAD-Systemen dem Anwender die Chance zu geben, der Kreativität zumindest ein wenig freien Lauf zu lassen. Immerhin hat Kowalski die Bedeutung von Generative Design – was eigentlich CAD immer sein wollte – erkannt und seinem damaligen Unternehmen geholfen, entsprechende Software-Produkte zu entwickeln. Mehr dazu im Interview mit Jeff Kowalski

Kowalski hat inzwischen Autodesk verlassen. Aber das ist eine andere Geschichte. Mehr hierzu: https://www.keanw.com/2018/11/a-change-of-cto-at-autodesk.html

Viele renommierte Fertigungsunternehmen, darunter Airbus, BMW, Bugatti und Stanley Black & Decker setzen auf Generative Design, um technische Herausforderungen zu meistern, die der menschliche Verstand alleine nie ersinnen könnte. Und mittlerweile hat jeder etablierte CAD-Softwareanbieter mindestens eine Lösung zu Generative Design im Angebot. Doch, mal ganz ehrlich: Ohne die Fortschritte beim 3D-Druck würde die Diskussion um Generative Design nicht mit dieser Lautstärke geführt werden, weil sich erst damit spektakuläre Geometrien erzeugen lassen.

Generatives Design nutzt maschinelles Lernen, um diverse Konstruktionsvarianten durchzurechnen. Es werden Parameter wie Materialien, Größe, Gewicht, Festigkeit, Fertigungsverfahren und Kostenbeschränkungen vorgegeben und die CAD/CAE-Software untersucht alle möglichen Kombinationen einer Lösung und generiert eine Vielzahl von Design-Optionen. Der Anwender filtert sie in Hinsicht auf die Anforderungen. Eine ziemlich coole Software in dieser Hinsicht ist die Inspire-Platform von Altair, denn präsentiert auch Optima unter dem Gesichtspunkt von vorgegebenen Fertigungsverfahren. Dabei sieht das Design stets etwas anders aus. Mehr hier: https://solidthinking.com/product/inspire/

Übrigens, was Generative Design nicht ist, lesen Sie hier: https://www.newequipment.com/research-and-development/article/22059780/what-generative-design-is-and-why-its-the-future-of-manufacturing

Durch additive Fertigungsverfahren verfügen Konstrukteure und Designer über nie gekannte Freiheitsgrade beim Design von Texturierten Oberflächen oder funktionsintegralen Einzelteilen und Baugruppen. Um den gestiegenen Anforderungen in Sachen Genauigkeit und Effizienz gerecht zu werden, hat die Innovationsschmiede CoreTechnologie die 4D_Additive Software Suite entwickelt: https://www.coretechnologie.de/produkte/4d-additive.html

Ein Highlight der Software ist das Texturen-Modul, mit dem auf über 5.000 verschiedene Oberflächenstrukturen zurückgegriffen werden kann. Vor allem die Kombination der präzisen Software mit neuen hochauflösenden Jet-Fusion-Druckverfahren für den Kunststoff PA12 ermöglicht den Schichtaufbau sehr feiner, völlig neuer Oberflächentexturen. Mehr zu erfahren ist hier. https://am.d1g1tal.de

you're currently offline