JT-Format als ISO-Standard akzeptiert

Produktdatenvisualisierung gewinnt für die herstellende Industrie immer mehr an Bedeutung. Ohne leichtgewichtige Formate wäre schon heute die Kollaboration zwischen Herstellern und Zulieferern nicht möglich. Ganze Autos, Flugzeuge, Maschinen und Anlagen müssen in Windeseile ausgetauscht und sichtbar gemacht werden können. Doch je mehr Player im Spiel sind, umso höher wird der Bedarf nach einem neutralen Format. Unter der Führung des Prostep Ivip Vereins wurde jetzt, nach immerhin drei Jahren intensiver Standardisierungsarbeit, das Visualisierungsformat JT ist als ISO 14 306 in seiner jetzigen Version akzeptiert.
Das Format Jupiter Tessellation wurde 1998 in seiner ersten Version in Zusammenarbeit von Hewlett Packard und Engineering Animation, Inc. (EAI) spezifiziert und von EAI auf Basis des „Direct Model Toolkit” entwickelt. Nach Kauf von EAI durch UGS (1999) und die spätere Akquisition von UGS durch Siemens (2007) gehört JT heute zu Siemens PLM Software. JT wird so seit 1997 (JT -Version 6.4) bis heute (JT -Version 9.5) kontinuierlich entlang den Kundenanforderungen aus der produktiven Anwendung weiterentwickelt und hat sich seinen Platz zwischen Visualisierungsformaten, wie VRML, IV und RH, die zum Austausch zwischen Autorensystem konzipiert wurden (auch: Step, Iges, VDA-FS oder DXF) erobert. Durch Gründung der JT-Open-Initiative im Jahre 2003 und durch die Veröffentlichung der JT-Datenformat-Spezifikation im Jahre 2007 wurde die Öffnung des Formats bis hin zur Standardisierung eingeleitet. Weitere Informationen hier.
Das Datenmodell unterstützt unterschiedliche Repräsentationen der CAD-Geometrie, wie in Dreiecksflächen zerlegte Körper optional in mehreren Auflösungen. Unser Bild zeigt unterschiedliche Drahtgittermodelle, übrigens die einfachste Möglichkeit, Polygonnetze darzustellen.

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