Mittelständler wollen kein ERP aus der Cloud

Die Abas Software AG mit Sitz in Karlsruhe hat die Ergebnisse einer neuen Umfrage vorgestellt. 611 der via Email angeschriebenen Unternehmen beteiligten sich an der aktuellen Erhebung. Es handelt sich dabei vornehmlich um mittelständische Betrieb mit 50 bis 2000 Mitarbeitern, von denen 86 Prozent aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stammen.
Die große Mehrheit von 64 Prozent der Teilnehmer der Umfrage benötigt kein Cloud-basiertes ERP-System. 20 Prozent der Befragten können sich allerdings eine „Private-Cloud“, also eine Cloud auf einem eigenen, physischen Server im Unternehmen vorstellen. 8 Prozent sind für eine Cloud, die nur manche Module des ERP-Systems umfasst. 5 Prozent halten ein Cloud-basiertes ERP für notwendig, wenn mehrere Niederlassungen vorhanden sind, aber nur 3 Prozent der Studienteilnehmer stufen eine derartige Lösung als ein wirkliches „Must have“ ein. 
Die Gründe für die mehrheitliche Ablehnung sind nicht nur in der mangelnden Datensicherheit und Datenschutz zu finden. Für viele Unternehmen stellt die Cloud keinen Nutzen oder besonderen Vorteil dar. Bei den Mittelständlern gilt die vorherrschende Meinung, dass die Daten im Unternehmen bleiben sollen. Aber auch die Risiken beim Ausfall des Internets sind Gründe für die Ablehnung.
Im Trend liegen hingegen mobile Anwendungen für bestimmte Abteilungen und Betriebsbereiche. 38 Prozent der Befragten möchten Apps für Abteilungen wie Vertrieb, Logistik und Service. Immerhin 15 Prozent wünschen sich diese mobilen Applikationen für alle Unternehmensbereiche.
Die Befragten äußerten sich auch zu den Kriterien, nach denen man ein ERP-System bewertet. Dabei rangiert der Anschaffungspreis nur auf Rang 6. Das wichtigste Auswahlkriterium ist die Flexibilität der Unternehmenssoftware bei ihrer Anpassung auf veränderte Geschäftsprozesse. Die zweite Priorität stellt die Anwenderfreundlichkeit dar. Abas fragte die Anwender auch nach der Zufriedenheit mit Abas ERP. Dabei attestierten die Kunden dem Karlsruhern gute Noten, vor allem für die Bereiche Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. 

 

SHARE THIS

RELATED ARTICLES

LEAVE COMMENT

Siemens erweitert Digital-Enterprise-Angebot um Zukunftstechnologien für Industrie 4.0, wie Künstliche Intelligenz und Edge Computing.

READ MORE

Mit ABB auf dem Weg zur vernetzten, zukunftsfähigen Fabrik

6. Dezember 2018 . by d1g1tal-Redaktion

Neue Faktoren, wie die zunehmende Verarbeitung wachsender Datenmengen und die itelligente Vernetzung von Automatisierungskomponenten, kennzeichnen die Fabrik im Zeitalter von Industrie 4.0.

READ MORE

CEBIT-Absage eröffnet Raum für neue Ideen

4. Dezember 2018 . by d1g1tal-Redaktion

Nach der überraschenden Absage der CEBIT kündigt der Startup-Verband für den Juni ein digitales Bürgerfest an und gründet dazu die Initiative digitalgermany (digitalgermany.org).

READ MORE

TWEETS

you're currently offline

Malcare WordPress Security