Siemens ist CFD eine Milliarde wert

Die Siemens AG (München) und die CD-adapco Group (Melville, New York/USA) haben eine Vereinbarung für die Übernahme aller Anteile des Anbieters von CAE-CFD-Lösungen durch Siemens unterzeichnet. Der Kaufpreis beträgt 970 Millionen US-Dollar und ist damit mehr als fünfmal im Vergelich des Jahreumsatzes (181 Milionen US-Dollar) überzeichnet.
CD-adapco deckt mit seinem Portfolio ein weites Spektrum an Berechnungs- und Simulationslösungen ab. Hierzu gehören Software für Strömungssimulation (Computational Fluid Dynamics, CFD), Computational Solid Mechanics (CSM), Wärmeübertragung, Partikeldynamik, Stoffdurchsätze, Elektrochemie, Akustik sowie Rheologie.
Der Systemanbieter beschäftigt weltweit rund 850 Mitarbeiter. In den vergangenen drei Geschäftsjahren steigerte CD- adapco seinen Umsatz im Durchschnitt um jährlich 12 Prozent. Das Unternehmen soll in das PLM-Softwaregeschäft der Siemens-Division Digital Factory (DF) unter Leitung von Professor Anton S. Huber integriert werden. Hierzu gehört auch die in Plano (Texas/USA) ansässige 100-Prozent-Tochter Siemens PLM Software.
Ein Grund für die Übernahme mag in der Tatsache liegen, das der Firmengründer Steve MacDonald überraschend im vergangenen Herbst gestorben war und die Geschäfte an seine Frau Sharron übergingen. Danach war offen, in welche Richtung sich das Unternehmen weiter entwickeln sollte. Ob der noch amtierende Chief Operation Officer, Bill Clark, der bisher operativ für die Erlöse verantwortlich zeichnet, weiter im Amt bleibt, ist unklar.

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