Rolls-Royce investiert in künstliche Intelligenz

Der britische Triebwerkshersteller mit Sitz in London gab bekannt, ein neues Zentrum für künstliche Intelligenz (KI) in Deutschland aufbauen zu wollen. Das Vorhaben ist Teil einer geplanten Investition des Unternehmens in KI und neue Datentechnologien in Höhe von 100 Millionen britischen Pfund über die nächsten fünf Jahre. Das neue KI-Zentrum, das intern als „Hub” wird, wird im brandenburgischen Dahlewitz, in der Nähe von Potsdam eingerichtet.

Das KI-Hub soll als Schnittstelle zwischen KI, Data Engineering und der spezifischen Branchenkompetenz des Unternehmens dienen. Ziel ist es, strategisch wichtige Geschäftsmöglichkeiten auszuloten. Das geschieht typischerweise in drei Phasen: Erstens, Aufgabenstellung verstehen und übersetzen; zweitens, das Potenzial der KI-Methode demonstrieren, und drittens, bereits im Frühstadium von deren Anwendung zur Wertschöpfung beizutragen. Den KI-Hubs wird darüber hinaus die Aufgabe zuteil, passendes Technologie-know-how bei akademischen Partnern und auf dem Markt für Technologieinnovatoren zu finden und zu nutzen.

Ein Beispiel für Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen in Deutschland ist das Hasso-Plattner-Institut (HPI) Potsdam. Im April 2018 vereinbarte es mit Rolls-Royce eine Zusammenarbeit in mehreren Bereichen, von denen das Feld der KI am weitesten fortgeschritten ist. Zwei Beispiele für laufende Projekte sind die Analyse von Betriebsdaten von Flugzeugtriebwerken mit Mustererkennungstechnologien, um eine vorausschauende, noch präzisere Wartung zu ermöglichen und kundenspezifisch die Betriebseffizienz verbessern zu können, sowie die Entwicklung von Chatbots – neuen, intelligenten digitalen Assistenten, die ebenfalls zur Verbesserung von Serviceleistungen beitragen sollen.

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