d1g1tal AGENDA 2018/04 (print und digital)

X , Y, Z und der digitale Zwilling

Editorial der Ausgabe 2018/04

Generation Y wird jene Altersgruppe genannt, die im Zeitraum der frühen 1980er- bis frühen 2000er-Jahre geboren wurde. Manchmal wird diese begehrte Zielgruppe von Personalberatern auch als „Millennials“ bezeichnet. Während wir die noch jüngere Generation Z derzeit noch in den Schulen und Hochschulen antreffen, steht die Generation Y – durchaus treffend auch als „Why“ bezeichnet – bereits im Berufsleben und quält so manche Personalabteilung mit ihrem Wunsch nach Work-Life-Balance, den sie sich so einfach nicht ausreden lässt.

Wir Babyboomer (auch Generation X genannt) haben das Karrieremachen quasi selbstverständlich mit der restlosen Aufopferung für den Beruf gleichgestellt und auch unser Privatleben entsprechend organisiert. Die Generation Y allerdings ist nicht mehr bereit, ihre Freizeit und ihr Privatleben auf dem Altar des wirtschaftlichen Erfolgs zu opfern. Gerade mittelständische Firmen stellt das neue Anspruchsdenken bei der Fachkräftesuche vor große Herausforderungen, weil es weniger junge Menschen gibt und diese obendrein auch noch ziemlich wählerisch sind. Und sie sind nicht allein, denn jeder junge Mensch hat ein quicklebendiges Online-Ich, sodass man oft nicht so recht weiß, wo sich das Gegenüber nun tatsächlich gerade befindet. Übrigens war dieser moderne, hochvernetzte Ingenieurstyp auf der vergangenen Messe für Additive Manufacturing, Formnext, in Frankfurt am Main in großer Zahl vertreten. Einerseits ist das faszinierend zu sehen – all diese jungen, selbstbewussten Kreativen –, doch der „innere Manager“ meldet sogleich Bedenken an, müssen doch auch diese Hoffnungsträger der Wirtschaft ihren Dienst in industrialisierten, hochoptimierten Geschäftsprozessen verrichten. Mit anderen Worten: Nicht nur die Produkte werden in Zukunft komplexer, auch das Management drumherum wird fordernder.

Wie im Interview zum Thema Businessromantik auf Seite 90 in dieser Ausgabe zu lesen ist, will die Generation Y keine Zeit vergeuden und sucht verstärkt nach einem Lebenssinn – ein Phänomen, das der Soziologe Harmut Rosa als „Resonanz mit der Umwelt“ bezeichnet. Und das hat dann wieder etwas Gutes, haben wir doch die Chance, der Technik verstärkt ein menschlicheres Antlitz zu verleihen. Der Beitrag auf Seite 35 über Servicerobotik im Hotelgewerbe bietet hierzu einen Ausblick.

 

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